Deutsch  3. Besuch der Stadtteile Albaicín und El Sacromonte

Albaicín  und El Sacromonte sind zwei der farbenfrohesten, bezauberndsten und ältesten Viertel der Stadt Granada.

Durch Albaicín zu spazieren ist, neben einer Reise zu den maurischen Wurzeln der Stadt, ein Genuss für alle Sinne. Durch das Labyrinth von engen, nach Jasmin duftenden Straßen zu wandeln, die Gärten der Cármenes (typische Stadtvillen) zu bestaunen oder einen aromatischen Tee und arabisches Gebäck genießen, all das sind Erfahrungen, die sich der Besucher nicht entgehen lassen sollte. Efeu und Bougainvillea ranken sich an den gekalkten Gartenmauern entlang. Dahinter wunderbare Gärten mit Blumenbeeten und Obstbäumen, die aus den Cármenes eigene kleine Höfe machen. In ihnen befindet sich ein Überfluss und eine Farbenpracht, an der all die kleinen Straßen Teil haben. Auch hat man vom Stadtviertel aus einen sehr schönen Blick auf die Alhambra, die Stadt und die Ebene Granadas, wie z.B. von den Aussichtspunkten San Nicolás und San Cristóbal.

Das Viertel El Sacromonte ist durch seine Höhlen bekannt, in denen die Zigeuner noch heute die Nächte mit Flamencofesten voll Tanz und Gesang feiern. Hier haben sich die Zigeuner, die in Begleitung der Truppen der Katholischen Könige kamen, niedergelassen, als jene die Stadt eroberten. Die Handwerker stellten Korbgeflechte her, schmiedeten Silber oder Kupfer, und die Künstler schufen die Wurzeln des Flamenco. Hier wurde die traditionelle Zambra geboren, in der autochthone Tänze und Gesänge wie die Mosca oder die Cachucha entstanden.

Das Hauptdenkmal Sacromontes ist seine Abtei, in der Reliquien und Urkunden der ersten Christen Granadas aufbewahrt werden, darunter der erste Bischof der Stadt: San Cecilio.
Das Centro de Interpretación del Sacromonte bietet ebenfalls die Möglichkeit, die Geschichte des Viertels zu ergründen.